AWO Darmstadt fordert schnelle Investitionen in den Hitzeschutz sozialer Einrichtungen

AWO unterstützt Forderung der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Hessen nach unbürokratischer Freigabe von Infrastrukturmitteln

Die AWO Darmstadt unterstützt die Forderung der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen nach einer raschen und unbürokratischen Freigabe von Infrastrukturmitteln für Maßnahmen zum Hitzeschutz. Angesichts zunehmender Hitzeextreme seien schnelle Investitionen in den Schutz besonders gefährdeter Menschen dringend erforderlich.

Die immer häufigeren und intensiveren Hitzewellen gefährden insbesondere ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Kranke sowie Kinder in Kitas und Schulen. Vor dem Hintergrund der bundespolitischen Debatte über die Nutzung des 100-Milliarden-Euro-Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität appelliert die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen an die hessischen Städte und Gemeinden, die bereitstehenden Mittel prioritär für den klimagerechten Umbau sozialer Einrichtungen einzusetzen.

Der klimagerechte Umbau unserer sozialen Infrastruktur ist keine Option, sondern eine akute Schutzmaßnahme für die Menschen. Gleichzeitig trägt er dazu bei, die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten und wirkt damit doppelt – für Gesellschaft und Wirtschaft. 

Auch die AWO Darmstadt fordert ein entschlossenes Handeln der Wissenschaftsstadt Darmstadt. „Es muss jetzt schnell gehandelt werden. Wir erwarten von der Wissenschaftsstadt Darmstadt, dass sie bereitstehende Fördermittel abruft und gezielt für den Hitzeschutz in sozialen Einrichtungen einsetzt. Das Geld muss dort ankommen, wo der Bedarf am größten ist – in unseren Pflegeheimen, Kitas und anderen sozialen Einrichtungen“, betont Christian Dirb, Geschäftsführer der AWO Darmstadt.

Gerade in Darmstadt sieht die AWO erheblichen Handlungsbedarf. „Der hohe Versiegelungsgrad Darmstadts betrifft viele Kitas und Schulen. Bei der Entsiegelung und Begrünung öffentlicher Flächen muss dort begonnen werden, wo sich die verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft aufhalten. Erforderlich sind unter anderem Investitionen in klimafreundliche Kühlsysteme, bauliche Verschattung, Fassaden- und Dachbegrünung sowie die Entsiegelung von Außenflächen,“ so Dirb.

Dirb verweist dabei auf den Hitzeaktionsplan sowie den Klimaanpassungsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der im Oktober 2025 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Darin wird ausdrücklich die Hitzevorsorge für die gesamte Bevölkerung und besonders gefährdete Personengruppen beschrieben. Auch Kitas, Schulen und soziale Einrichtungen werden ausdrücklich genannt. Jetzt müssten den Beschlüssen endlich konkrete Maßnahmen folgen, so die AWO.