Elisabeth-Kern-Preis 2026

Die Arbeiterwohlfahrt Darmstadt verleiht den Elisabeth-Kern-Preis 2026 an Hannelore Skroblies. Die Historikerin war wissenschaftliche Mitarbeiterin und später persönliche Referentin des Präsidenten an der TU Darmstadt, Prof. Dr. Helmut Böhme. 

Sie war mit bei den Ersten, die die Darmstädter Geschichtswerkstatt in Darmstadt gegründet haben und lange Jahre deren Vorsitzende. Anfang der 1980er-Jahre wurde der Verein als Teil der bundesweiten Geschichtswerkstatt-Bewegung ins Leben gerufen. Er erforscht die Lokal- und Regionalgeschichte Darmstadts, das Leben der „kleinen Leute“, von Frauen, Ausgegrenzten, Minderheiten, vergessenen oder wenig bekannten Opfern oder Tätern. Dabei geht es vor allem um die Auswirkungen überregionaler Ereignisse auf die „Geschichte vor Ort“. Besonders mit der historischen Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus und deren Vermittlung hat die Geschichtswerkstatt einen wichtigen Beitrag zur Stadtgeschichte Darmstadts geleistet. 

Auch an anderen Initiativen in Darmstadt hat sich Hannelore Skroblies beteilig: z.B. Anfang der Siebzigerjahre an einem Schulversuch an der Bessunger Knabenschule, in dem eine Grundschulklasse zwei Jahre lang ohne die damals übliche Pädagogik unterrichtet wurde; an der Gründung von WohnSinn, einem Genossenschaftsprojekt für generationsübergreifendes Wohnen, oder am Kranichsteiner Verein Hiergeblieben e. V., der älteren Menschen unterstützt, so lange wie möglich selbstständig in ihrer gewohnten Umgebung zu wohnen.

Mit dem Elisabeth-Kern-Preis würdigt die AWO Darmstadt gesellschaftlich gangagierte Frauen. Namensgeberin für den Preis ist Elisabeth Kern, ehemalige Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Darmstadt und eine der ersten weiblichen Stadtverordneten nach der Einführung des Frauenwahlrechts. 

Die Preisverleihung ist am Sonntag, 8. März, um 11 Uhr im Heiner-Lehr-Zentrum, Kopernikusplatz 1. Interessierte Gäste sind eingeladen. Um eine kurze Anmeldung per E-Mail an kern(at)awo-darmstadt.de wird gebeten.